Kategorie-Archiv: TEXTE

Zeit des Übergangs

Seit 2000 habe ich das Gefühl, in einer Zeit des Übergangs zu leben. Natürlich habe ich während dieses Jahrzents die Grenze zur 30 überschritten, aber es ist auch diese spürbare Anstrengung des Saates und der Unternehmen, alles umzustrukturieren, zu mehr Effizienz zu bringen und letztlich dich selbst voran zu treiben zu mehr Produktivität oder was auch immer.

Ich hätte nicht gedacht, nach dem Umbruch im Osten dieses Wort jemals wieder zu benutzen. Das die Welt schneller vorwärts schreitet, (Gott, dieser Satz ist so ausgelutscht…) liegt zweifelsohne auch an Handy, Mail und Co. Aber auch an der, bereits in den 90ern aufkommenden, Verschmelzung von Arbeits- und Privatleben. Nach einem kurzen Break (ich frage mich, was damals all die Menschen machten, als Burn out noch nicht jeden zehnten Artikel auf Spiegel online zum Thema hatte,) ging es dafür umso fixer und radikaler weiter.

Es ist nicht nur das Arbeitsleben, dass mich zweifeln lässt, ob so die Zukunft aussehen kann, es ist auch das ganze Drumherum von diversen Baustellen, damit einher gehender Gentrifizierung und  dem kulturellen und sozialen Sterben Berlins, wie ich es kannte. Unaufhaltsam ist das einzig passende Wort.

Ich frage mich, ob ich mich in 20 Jahren in einer völlig neuen Welt wiederfinden werde, mich erinnernd an die Dokumentationen auf 3sat und arte, wo heute alte Leute erzählen,  wie sich alles veränderte und sie, die damals noch in der Innenstadt wohnten, jetzt ein Leben in einer Randsiedlung fristen. Die freundlichen Nachbarschaften nachtrauern. Ich frage mich, ob ich deren Ansichten über DIE Jugend, über die verkommenen Regierungen und das Gelärme über kaputte Gesellschaften, dann teile.

Dieser fortlaufende Prozess vom Mensch zur Human Ressource, die Verachtung jedes Alten von der Musik bis zu jedem Konsumgegenstand der älter als ein Jahr ist  und eine Fixierung auf frustbekämpfende Beschäftigungen, passen wie die Faust aufs Auge zum heute üblichen “Du” in Firmen, die ihre Mitarbeiter dafür umso schneller  wieder auf den freien Arbeitsmarkt “outsourcen”  oder dem lapidaren Umgang mit dem “Als Freund entfernen” Button bei FB. Alles ist irgendwie beliebiger geworden.  Aber vielleicht macht mich auch nur die Sonne melancholisch. Blöderweise bleibt dieses Unbehagen auch beim  Wolken.

Der Tag ist ein helles milchiges Grau und David Sylvian singt Blemish

Der Tag ist bisher ein helles milchiges Grau. Alles kommt seltsam ruhig daher. Der Lärm, die Menschen mit ihren murmelnden schlechtgelaunten Gesichtern werden ausgeblendet mit David Sylvians “Blemish”.

Beim Bäcker fragt ein kleiner Junge die Kassiererin flüsternd, ob sie auch Kakao habe. Wärmt mein Herz. Vatersein hat etwas sehr glücklich machendes, auch wenn du dein Kind mal grad nicht an der Hand hast. Die Polizei hält vor dem U-Bahn Eingang. Die beiden Männer steigen aus, lächeln sich zu und kehren zurück zum Wagen. Kaffeebecher vergessen. Kurz an den Wagen lehnend wird schauen beide versonnen Richtung Rotes Rathaus. Wahrscheinlich können die BVG Kontrolleure, die eine arme Sau erwischt haben, noch ein bißchen warten. Die Straßenbeleuchtung flackert und geht aus. Der Tag beginnt. Im Office sind die Handwerker am werkeln. Wieder genervte Gesichter… nur wegen des leise surrenden Akku Schraubers. Ich höre einfach David Sylvian zum zweitenmal. Guten Morgen.

Aus der Mitte entspringt ein Fluss – Berlin und seine open air Parties

Gegenüber der Charite in der Invalidenstrasse, kurz bevor man die Brücke zum Hamburger Bahnhof überquert, erstreckt sich ein großes Denkmal, dass aus einer quadratischen Grundfläche besteht, die mit Wasser gefüllt ist und in der, eine schräg aus dem Wasser ragende Mauer steht.

Als ich dort vor einiger Zeit in den Abendstunden mit dem Rad vorbei rauschte, standen am Rand des Beckens vier Männer mit … Angeln.

Nein, nicht diese trägen Stöcke, die schlaff im Wasser hängen und wo ab und zu mal die Pose wippt. Fliegenfischer! In langen geschwungenen Bahnen zischten die Schnüre durch die Luft und gingen über dem Wasser nieder. Es war schön und völlig unglaublich. Und ich blieb erst mal stehen, schaute zu und kam zu spät zu meiner Verabredung.

Was hat das alles mit Musik & Clubkultur zu tun? Ganz einfach. Wenn es keine Möglichkeit gibt, in einem richtigen Fluss zu fischen, wird eben improvisiert.

Wenn es in den letzten Jahren in einem Bereich der Berliner Musik&Clubkultur eine sprunghafte Entwicklung gab, dann die der legalen, halblegalen oder völlig illegalen Outdoorpartys.

“Stoffwechsel”, Griessmühle, „Reclaim the sparkasse“, „downstairs unterm alex“ „wir sind park“, die Anzahl derer, die einfach mal selber machen, ist lang. Und damit sind sie so erfolgreich, dass alteingesessene Clubs nur noch neidisch werden können oder gleich Sommerpause machen. Natürlich gibt der „Das ist nicht erlaubt!“ Aspekt der Sache zusätzliche Anreiz.

Da wird auch schon mal die Konfiszierung der Bar Kasse hingenommen und eine Woche später munter weiter gemacht. Die Polizei anfangs noch bemüht, die Partys aufzulösen, wurde Opfer der eigenen Gewöhnung und lies das Feiervolk später gewähren. Man bat einfach nur darum etwas leiser zu sein und gut.

Das schöne an diesen Partys ist, vor allem, dass die übliche „Bis um halbdrei rum steh und nur mit dem Fuß wipp“ Kultur, die gerne in Berliner Clubs gepflegt wird, hier ad acta gelegt wird. Die Crowd rückt pünktlich an, was oftmals bedeutet, dass noch nicht mal die PA steht und um 23 Uhr wird bereits gerockt. Man weiß ja schließlich nie, wann Feierabend ist.

Teilweise gibt es dabei grandiose Ideen. Einen Minisender zu bauen und alle Leudde aufzufordern, ihre Ghettoblaster mitzubringen, um die Musike über ne Radiofrequenz zu transportieren… Hut ab! Bevor also wieder der Niedergang der Feierkultur beklagt wird, was sich jedes Jahr in unsäglicher Weise wiederholt, sollte beim nächsten Sonntagsspaziergang schnell mal ein Blick in die nächste Unterführung geworfen werden.

Tja, das Ende naht, denn der Bodenfrost, so verkündete es heute morgen der Wetterbericht, ist bereits im Anmarsch. Allerdings würde es mich überhaupt nicht wundern, wenn die nächste Party bei Minusgraden mit Heizpilzen auftrumpft.

Aufs nächste Jahr! DIY vs. Fliegenfischen!

Altkleider Container… wohin entschwindet meine Jeans?

Altkleider-Verwertung – Gute Tat oder Geschäftemacherei?

“Ich gebe meine Altkleider in die Sammlungen verschiedener Hilfsorganisationen, bin mir aber nie sicher, ob sie tatsächlich Bedürftigen zugute kommen.“ So ein Statement ist häufig zu hören.

Von den schätzungsweise eine Million Tonnen Klamotten, die in Deutschland jährlich ausrangiert werden, kommt nur ein Bruchteil in die Secondhand-Läden. Der Großteil, 500.000 bis 600.000 Tonnen, landet bei karitativen Organisationen, kommunalen Entsorgungsgesellschaften und kommerziellen Sammlern. Etwa 40% davon sind noch tragbare Kleidung, das sind rund 400 Millionen Einzelteile.

Besonders kommerzielle Sammler stehen in der Kritik. Denn es kommt vor, dass der gute Zweck nur vorgetäuscht wird.

Was noch tragbar ist, wird von den Sammlern ins Ausland verkauft, meist nach Afrika oder in den ehemaligen Ostblock. Früher war man sich einig: Dort müssen diejenigen, die ohnehin wenig Geld haben, für die abgelegte Wohlstandsmode zahlen, und die Importe zerstören auch noch die heimische Textilindustrie.

Heute muss man das Problem differenzierter betrachten: Nicht überall gibt es eine Textilindustrie, die kaputtgehen kann. In manchen Ländern sind zudem viele Arbeitsplätze bei der Ausbesserung alter Kleider entstanden.

Gemeinnützige Vereinigungen verkaufen den größten Teil ihrer gesammelten Altkleider an gewerbliche Unternehmer weiter. Oft zahlen die Händler sogar nur ein Entgelt an eine Hilfsorganisation und sammeln dann auf eigene Rechnung unter deren Namen.

Der mit 20 Prozent Marktanteil größte Sammler, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), gibt ungefähr sieben Prozent der tragbaren Kleider an Asylbewerber, Arbeits- und Obdachlose weiter. Etwa ein Prozent setzt das DRK in der Katastrophenhilfe ein. Den unsortierten Rest, über 90 Prozent, veräußert es genau wie die anderen Organisationen zu Niedrigpreisen von 300 bis 400 Euro je Tonne. Mit dem Geld finanziert das DRK Hilfseinsätze und Projekte.
(Diese Angaben macht das Siegburger Institut für Ökonomie und Ökumene “Südwind”.)

Die besten Sachen, acht Prozent der tragbaren Kleider, werden von kommerziellen Altkleidersammlern an Second-Hand-Läden verkauft.

Diese erzielen bis zu 5000 Euro pro Tonne.

Weitere zehn Prozent gehen in osteuropäische Länder.

30 Prozent werden für ungefähr 1150 Euro pro Tonne an private Zwischenhändler in Entwicklungsländern abgegeben.

Differenzen, die eigentlich Hilfsbedürftigen zugute kommen könnten.

In den Entwicklungsländern deckt sich vor allem die Mittelschicht mit den Altkleidern ein, die zuvor neue und deshalb teurere Ware von einheimischen Herstellern getragen hat. In Kenia, Tansania und Sambia ist der Markt für Neutextilien deshalb fast komplett zusammengebrochen. Zehntausende haben ihre Arbeitsplätze in der Textilindustrie verloren.

Seit Jahren gibt es deswegen Streit zwischen dem Dachverband FairWertung und Textilrecycling dem Zusammenschluss von Betrieben aus der Altkleiderbranche.

Grund: Die 10%-Afrikaquote.

Altkleiderexporte nach Afrika würden in dortigen Textilindustrien Arbeitsplätze vernichten. Die von FairWertung festgelegte – und später wieder aufgehobene – freiwillige Selbstbeschränkung für den Export nach Afrika war von Anfang an ein rotes Tuch für die gesamte Branche. Aus dieser Selbstbeschränkung bei FairWertung wurde für die Textil-Recycling-Branche eine ‘Diskriminierung’.

Ihre Aufregung über die Afrika-Quote von FairWertung konnten die Branchenvertreter nie begründen. Statt dessen scheuten sie weder Kosten noch Mühen, um die Altkleiderexporte nach Afrika von jedem Verdacht möglicher negativer Auswirkungen reinzuwaschen. Wirklich überzeugend gelungen ist das indes nicht. Selbst eine vom Fachverband immer wieder zitierte und mit großem Aufwand in Deutschland verbreitete Studie des Schweizer Forschungsinstituts SAD enthält durchaus auch Hinweise auf problematische Auswirkungen und kritische Stimmen in den untersuchten Ländern.

Veröffentlichungen des Institutes Südwind e.V., Siegburg, zufolge vernichten Altkleiderexporte in Dritte-Welt-Länder angeblich Arbeitsplätze in dortigen Bekleidungsproduktionen.

Die neu erstellten Dossiers werden von beiden Seiten dementiert, die Ergebnisse anders ausgelegt oder mit anderen Gutachten widerlegt.

Aber es ist nicht nur bloße Geschäftemacherei die hinter dem Altkleidercontainer lauert.

Es gibt zahlreiche Kombinationen, die für spendenwillige Bürger/innen schwer durchschaubar sind. Die weitverbreitete Praxis, dass karitative Organisationen einem kommerziellen Sammler die Nutzung ihres Namens oder Logos gestatten und von diesem dafür entweder einen ausgehandelten Festbetrag oder einen prozentualen Anteil vom Verkaufserlös erhalten, schafft Wege den caritativen Charakter des Sammelns zu umgehen.

Mit dieser Praxis geben Sammler nicht nur ihre Verantwortung für den weiteren Weg der Altkleider aus der Hand, sie tragen im Grunde genommen auch zur Irreführung der Spender/innen bei, die bei Sammlungen unter dem Namen einer karitativen Organisation in der Regel erwarten, dass ihre Spende in vollem Umfang karitativen Zwecken zugute kommt.

Es kommt auch vor, dass kommerzielle Sammelunternehmen einen karitativen Zweck nur vortäuschen, indem sie z.B. das bekannte Logo einer gemeinnützigen Organisation leicht verfremdet auf Sammelaufrufen und Tüten abdrucken.

-Wer führt Straßensammlungen durch und wie oft?

-Wie viele Altkleider- und Schuhcontainer sind im Stadtgebiet aufgestellt?

-Stehen sie auf öffentlichem Gelände oder auf privaten Grundstücken?

-Werden die Sammlungen tatsächlich von den auf Sammelzetteln und Containern angegebenen Organisationen selbst durchgeführt oder wird nur in ihrem Namen bzw. mit ihrem Logo gesammelt?

-Was passiert mit der gesammelten Kleidung? Ist der Ort der Sortierung bekannt und welche Angaben können über die Vermarktung nach der Sortierung gemacht werden? Sind diese Angaben überprüfbar?

-Nach welchen Kriterien werden Container-Stellplätze auf öffentlichen Grundstücken vergeben? Sind allein finanzielle Aspekte ausschlaggebend oder gibt es auch inhaltliche Kriterien für die Vergabe? Container können auch illegal aufgestellt werden.

-Wie kontrolliert die Kommune analog zu den Bestimmungen im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz Menge und Verbleib der in ihrem Gebiet gesammelten Altkleider? Werden gemeinnützige und gewerbliche Sammler verpflichtet, für eine ordnungsgemäße Verwertung der sortierten Ware sowie die schadlose Beseitigung der Müllanteile zu sorgen?

Kann das jemand beantworten????

was wir uns schulden…

Was wir uns schulden, können wir definitiv nur darüber bestimmen, indem wir hinterfragen, wie wir damit umgehen, was wir anderen schulden. Der Wert dessen, was wir uns selbst schuldig sind, lässt sich am Wert eruieren, dem wir der “Entschuldigung” gegenüber andern beimessen. Ist es uns wichtig, ebenjene Schuld, anzuerkennen und dementsprechend dafür Zeit und Aufmerksamkeit zu investieren, gerade gegenüber den Menschen, die wir geradezu schon als selbstverständlich, weil immer verfügbar betrachten, ohne dass jemals Gegenforderungen gestellt werden?

Die Schuld, die wir anderen gegenüber haben, durch deren Taten, Hilfe,  Zuneigung und Liebe, wird zu oft an die falschen Leute weitergegeben, einfach, um des schnöden Gefallen Feedbacks, das wir in, meist temporären Situationen, viel lieber gerne in petto haben, als eben jene wirkliche Schuldbegleichung, die wir eben jenen Menschen versagen, die uns sozusagen eine Langzeitbetreuung ohne Rückforderung angedeihen lassen.

Hier, bei dieser wirklichen Schuldbegleichung können wir, und nur hier, den echten Wert ansetzen, dessen wir glauben es uns wert zu sein. Dass man so uns behandelt, wie wir es wünschen.

Daniela Katzenberger – “Sei schlau, stell dich dumm”

Ich war mal wieder Bücher kaufen. Gleich drei Stück, das erspart mir Zeit und auch eine gewisse Abneigung gegen Buchhandlungen. Das war nicht immer so. Aber irgendwie fühle ich mich seit einiger Zeit erschlagen von den Thalias, Hugendubels und Konsorten. Es ist, wie soll ich sagen, das Aufkleber, Aufsteller, bunte Pfeil, Mega Seller Plakat Überangebot an Spiegel Bestsellern, Autoren des Monats und Meisterwerken, die schon einen Film ihr eigen nenen dürfen. Ich finde mich einfach nicht mehr zurecht. Ein Buch sprang mir allerdings gnadenlos ins Auge und zwang mich zum Nachdenken. Dieses Buch trägt den Titel:

“Sei schlau, stell dich dumm”

und es ist von Daniela Katzenberger. Nun haben ja so viele Heiopeis schon Bücher geschrieben. Zum Beispiel dieser dicke Mensch namens Calmund:

Kostprobe: “Nach meiner ersten Diät hatte ich 12 Kilo weniger. Drei Wochen später waren die wieder drauf. Die internationale Küche (Wienerwald, McDonald’s) machte es mir nicht leicht, ich arbeitete in drei Schichten und genoss in vieren. Morgens, mittags, abends, nachts…. als die EM abgepfiffen wurde, wog ich 163 Kilogramm. Rekord.”

Ist das schön? Mag sein. Ist es lesenswert? Sicher nicht.

Joe Kelly schrieb ein Buch über Sport. Das klingt dann so:

Kostprobe: “Die schmerzliche Empfindung des Durstes macht sich bis in den Rachen breit. Versuche ich, den nicht mehr vorhandenen Speichel zu schlucken, haftet der Gaumen fest. Ein kurzes Hüsteln hilft, ihn wieder scheinbar zu lösen…”

Wasser soll helfen! möchte man da rufen

In eine völlig eigene Sparte namens Dumm-Literatur gehört sicher das Werk einer musikalischen Niete namens Fler:

Kostprobe: “Die Schule war mir jetzt komplett egal. Ich wollte nichts anderes mehr machen als zu sprühen. Ich schwänzte ständig den Unterricht. Viel lieber zog ich mit meinen Kumpels durchs Viertel, um Graffitis zu hinterlassen. Da war für Hausaufgaben und Lernen einfach keine Zeit. Sorry!”

Schau mal einer an! möchte man sagen und das Buch dann als Fixierung für die Werkbank deines Vaters in der Scheune im Schrebergarten verwenden.

Eine wirkliche Perle liefert Peter Kraus. Wer ist Peter Kraus werden die jüngeren jetzt fragen. Ich empfehle Google.

Kostprobe: Ich fange schon morgens beim Zähneputzen an, zwei Dinge auf einmal zu tun…. mindestens drei Minuten Zähneputzen ist lange. Wippen auf den Zehenspitzen, erst auf zwei Beinen, dann auf einem, oder balancieren auf einem Bein, dann in eine leichte Hocke gehen. Diese Übung verkürzt mir die Zeit erheblich. Jetzt werden Sie sagen, der Kraus ist aber schon ein bisschen verrückt. Stimmt!

Aber darum geht es hier eigentlich garnicht. Sondern um die Frage: Funktioniert das wirklich: Sei schlau, stell dich dumm? In einem normalen Job zweifelsohne nicht. Wer klug ist und sich dumm stellt, wird nach einiger Zeit einfach für dumm gehalten und wenn dann das Schlaue sich doch mal einen Weg bahnt, so wird das eher dem guten Briefing und dem Lernprozess innerhalb der Firma angerechnet, also einem Prozess, der meistens durch Vorgesetzte statt findet, als dem Pseudo-Dummen selbst.

Wie kommt diese Frau also zu dieser Behauptung? Die Frau, die auch fast einwandfreies Hochdeutsch sprechen kann, war zumindest mal nicht so dumm, selbst zu schreiben, sondern das einer Ghostwriterin zu überlassen. Die einzige Theorie, die mir da so auf die Schnelle einfällt, ist die, dass, wenn man zu einem Casting geht und ins gesuchte Schema passt, inklusive verbaler Trash Faktor und die, vielleicht doch nicht vorgespielte Dummheit (Notiz: Verona Feldbusch als Urmutter), für das Castingteam, einfacher zu handeln ist.

Schlaue Menschen stellen zu viele Fragen bei Verträgen, haben Fremdwörter auf der Zunge, die ein Großteil der Zuschauer nicht kennt und der Fremdschämfaktor dürfte demenstsprechend auch am Boden liegen.

Nun ja… sollte das Buch ein Bestseller werden, dann möchte ich hier noch folgendes Zitat bringen:

„Zu 90 Prozent ist ein Bestseller machbar“, sagt Wirtschaftspsychologe Erich Witte. Und wie? „Man nehme einen Autor, der sich gut und gern inszenieren lässt. Einen Stoff, der oberflächlich genug ist, um die Massen zu interessieren – idealerweise leicht autobiografisch. Und eine Werbung, die in die Zeit passt.“ Ob’s bei allen funktioniert? Fraglich!

many Writers BLOG

In einem Anzeigenblatt war ein Bild zu sehen, auf dem ein verschwommen ein Mann mit Strumpfmaske abgebildet war. Er stand am Rande des Daches eines Hochhauses, in der linken Hand eine Gitarre. Unter dem Bild war zu lesen: Wer kennt diesen Mann? Eigentlich ne Scheißidee.. Hmmh, was soll schon passieren? Der Typ steht da oben mit seiner Gitarre und nix. Er springt nicht, er spielt auch keine weinerlichen Countrysongs. Das Bild hat keinen weiteren Text. vielleicht muss man vom Bild des gesuchten Mannes direkt überblenden zum Typen auf dem Dach. In das Bild hinein zoomen und Realität werden lassen. Das Foto nur als Aufhänger um die Geschichte von vorn zu erzählen und das Bilde des Mannes auf dem Dach nur als vorläufige Climax zu nehmen. Das Batsignal ist auch nicht das Ende, sondern erst der Anfang.

Begonnen hat alles…

mit einem Traum. Ich Cowboy in Kanada, British Columbia, Cowboy für eine Saison, Rinderherden treiben, am Feuer sitzen, den Weiten der Landschaft und leeren Gedanken nachhängen, ein guter Whiskey, Schlaf im Freien. Dieses Gefühl der Weite…Wieder in Berlin, Großstadtwüste – kaum auszuhalten – ich nehme meine Gitarre – Nacht, gehe hoch auf den Rand des Hochhauses – ich kenne es nicht und starre in die Weite der Großstadt…

…und denke…:

WO SIND ALL DIE RINDER HIN…?

nicht, daß ich was mit ihnen gehabt hätte… nein…nein…nein… klar… ein bissken muh hier ein bissken muh da… aber DESWEGEN gleich “tierschänder”… “ausweisen”… aus dem kompletten land….? terrorverdacht…?

ich habe sie doch nur LIEB gehabt… und nun stehe ich hier und muss an ANGELIKA denken….

Angelika war das schönste in meinem Leben was ich je gesehen hatte. Tief verborgen in den Wäldern Knadas wo noch der Sasquatch durch die verschneiten Weiten streift, hatte ich mich im tiefen Dickicht verirrt. Das scheiß GPS hatte den Geist aufgegegeben. Ich hatte die Ersatzbatterien nicht mit eingepackt. Und dort auf einer lichtung in milchiges Licht getaucht, stand sie. Ihr braunes Haar war mit wunderschönen Eiskristallen besetzt, aber die Kälte schien ihr nichts anhaben zu können. Noch hatte sie mich nicht bemerkt obwohl ich schon seit fünf Minuten beobachtete. Hier mitten in dieser gottverlassenen Wildnis drehte sie sich plötzlich nach mir um und schaute mich aus ihren wunderschönen haselnussbraunen Augen an. Ein leises “Muh” erklang. Angelika war wirklich die schönste Kuh die ich in meinem Leben gesehen hatte…

…und glaubt es mir… ich hatte schon einiges an sexy Kühen gesehen. als ich damals zum ersten mal “auffällig” (wie DIE meinen) wurde… lebte ich im Allgäu. in einem kleinen Örtchen namens Reitersau. ich pflegte den Namen immer REITER-SAU auszusprechen, womit ich mir nicht gerade Freunde machte in der Dorfgemeinschaft.

Als ich dann eines morgens… (die sonne kam gerade über den Hügel… leider genau wie der Bürgermeister…, der gerade vom Frühgottesdienst kam…) beim schmusen (mehr war es nicht) mit Uschi (einer braunen Schönheit mit einem WIRKLICH HERAUSRAGENDEN Euter) erwischt wurde… jagte mich die verf…. Dorfgemeinschaft 2 Stunden später mit ihren Mistgabeln fort… aus REITER-SAU.

was soll’s dachte ich mir und….

…war es aber nicht… kein Riese nicht… es war Uschi, die unten verzweifelt gegen das Haus rannte… so much in love with me…

DACHTE ICH…

aber als meine Gedanken aus dem Nebel von Drogen und alk wieder klarer wurden … und sich auch die Erinnerungen ans Allgäu wieder verflüchtigten… wurde mir klar… es ist ein verdammter Panzer, der da unten gegen da Haus kawemmst… alter Vatta… was geht denn hier ab?

als mein blick nach rechts schwuftete… sah ich dort einen alten Mann mit einem verdammich grauen Bart stehen.

ich: hey … alter mann… was in aller Welt ist hier los.

er: jetzt sag nicht, du weiß nicht, was hier los ist…?!?

ich: neun… ich meine nein.

er: soll ich dir sagen, was hier los ist?

ich: zehn… ich meine ja.

er: du hast auf deiner fucking gitarre da. den song “fuck the president” gespielt… und der Typ ist ja nun mal gerade auf Staatsbesuch in der Stadt … weeßte ja… an Merkel rumfummeln und so…

ich: ach komm…

er: tja… und er guckt sich halt gerade the wild east an…

ich: ah

er: und du wirst hier auf dem Dach stehen, diesen Song spielen und ihm dabei auch noch punktgenau aufs Dach seines wagen pinkeln.

ich: das habe ich getan???

er: ja.

ich: und was machst du hier?

er: naja… ick hab mir verfahren… mit meiner u-bahn. wollte weiter geradeaus zum senefelder… und zack stehe ich hier oben.

keene ahnung, was zum Teufel… aber DEN job bin ich los. muss ick halt wieder Fussnägel lackieren in “JENNYS NAGELSTUDIO”. toll.

da nahm ich ihn bei der hand… ging zu seiner u-bahn, die hinter uns stand…voll mit dämlich drein blickenden Fahrgästen…

und…

“Ist der alte Mann etwas Gott?” dachte ich mir. Dieser ganze Zirkus von wegen: “Auch wenn ich wandere im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir” naja, außer vielleicht BVG Kontrolleuren.

Aber der alte Mann meinte, wir brauchen keine Tickets für die U-Bahn, um die Zeit kämen sowieso keine Kontrolleure.

Tausend Fragen schwirrten durch meinen  Kopf:

“Warum sah der Panzer aus wie Uschi?”

“Und warum fährt Gott eigentlich U-Bahn? Vielleicht wegen der zwangsläufigen Nähe zu seinen Schäfchen?”

Ich wollte nur noch einmal Angelika sehen. Plötzlich wurden wir alle nach vorn geschleudert, die Bahn kam kreischend zum Stehen… Verdammt sie waren mir auf der Spur!

…es war dunkel… und es war verdammt eng… und es roch (strenger also sonst…angstpipi???).

alle Fahrgäste waren vorne ins Führerhaus der bahn geschleudert worden und waren nun zu einem riesigen stöhnenden und ächzenden Menschenhaufen geworden.

ganz leise und vorsichtig ertönt eine stimme: “hallo, mein Name ist Peter und ich lebe jetzt sei 4 Jahren auf der Straße. in der neuen Ausgabe der motz…”

800 Kehlen riefen synchron: SCHNAUZE…!!!!!!!

doch Gott sprach: sag mal, kann ich die motz auch bei dir abonnieren???

Peter: klar kannste… kost abba.

Gott: geld spielt keine rolle.

Peter: ok.

Gott: ok.

Peter: abgemacht.

Gott: uff jeden.

was keiner bemerkt hatte… die u-bahn befand sich wieder uff Spur… u2 Richtung Pankow. aber wir fuhren nicht, sondern wir standen… und um uns herum standen ca. 2000…. wenn nicht gar 2400…

Enten? Kühe? Islamisten? S.W.A.T. Typen? Ich spann mich selbst auf die Folter. Und das als Erzähler…

Zumindest gibt es Multiple Choice.

Yep, es waren Islamisten, die für die neue Moschee in Pankow Aufbauhilfe leisten wollten.

Allahuh Akbar! Allahuh Akbar!

“Shit” meinte Gott, der versuchte im Dunkeln die Motz zu lesen. “Nicht die schon wieder! Laufend stehen welche bei mir vor der Tür und fragen nach irgendwelchen Jungfrauen. Und ich sag nur:  “Jungs, ihr habt euch selbst umgelegt, also fahrt bitte mit dem Fahrstuhl eine Etage tiefer, da findet ihr auch Mohammed. Hier gibts nur Ambrosia, Harfen und Wolken.”

“Heilige Mutter Gottes!” rief die Meute. “Jahwe!!!”

Ein gleißendes Licht durchflutete den U-Bahn Waggon…

…und es erschien…

die heilige Mutter Gottes herself.

und mit ihrer Laune stand es nicht zum besten.

ein Mark und Bein durchdringender Schrei pfefferte durch den Wagon und den Tunnel…:

MG: was zum Deibel ist denn hier los???

Gott: äh … Mama.

MG: raus… alle SOFORT raus…

die Pankow Islamistengruppe zog murmelnd von dannen… (ich meinte sowas wie “doofe Ziege” gehört zu haben)… die stinkenden Fahrgäste stellten sich brav in 2er-reihen auf… fassten sich an den Händen… nur olle motz-peter konnte es natürlich nicht lassen… und unternahm noch einen versuch… “guten Tag, werte Muttergottes… meine Name ist Peter und ich lebe seit 4 jahren…”

MG: RAAAAUUUUUUUSSSSSS habe ich gesagt…!

und abgang…!

MG: und was ist mit dem da? ist der schwerhörig?

ich: äh… also… hmmm…

Gott: das ist ein Tierschänder aus dem Allgäu, der eben aufs Dach gepinkelt hat und dabei FUCK .. gesungen hat…

MG: wie bitte???

Gott: er stand oder steht unter massiven Drogen und Alkoholismuseinfluss und so…

MG: ach ja? und…?

ich: ich kann mich an nix erinnern…! nur an USCHI und ANGELIKA.

MG: womit habe ich das verdient…? mit was für leuten verkehrst du eigentlich…? seitdem du in Jennys Nagelstudio gearbeitet hast, bist du irgendwie völlig von der rolle…! nur ärger hat man mit dir. undankbare göre…!!!

Gott: och mama….

MG: weißt du eigentlich warum ich hier bin? dein Chef hat mich angerufen… und mir gesagt, daß du verdammter Vollidiot dich mit der u-bahn verfahren hast… DU BIST GEFEUERT… soll ich dir ausrichten.

Gott: na dann kann ich ja wieder bei jenny arbeiten…

MG: NEIN NEIN NEIN. und Taschengeld gibts auch keins mehr.

ich: aber muddagoddez… seinse doch nicht so hart zum Gott…!

MG: SCHNAUZE.

ich: na gut.

MG: du kommst jetzt mit. 2 Wochen Stubenarrest… und dann sehen wir weiter.

ich: und ich?

MG: du kannst bleiben wo der Pfeffer wächst.

ich: och.

gott: machs gut.

ich: ja, du auch.

gott: war nett mit dir geplaudert zu haben.

ich: ich weiß, das sagen sie alle.

und weg waren die beiden.

da stand ich nun… nackig im u-bahn-tunnel… keine menschen oder götterseele mehr da. nur ich, die olle u-bahn und meine gitarre… und die olle motz hatte gott auch noch liegen lassen.

was sollte ich tun…?

ich stieg auf den bock… hinters steuer …ließ mein gemächt locker baumeln … und ließ mal ordentlich dampf auf die reifen… mikro-test… (alleine übts sich halt am besten…)

one… two…

“verehrte fahrgäste, wir setzen die fahrt nun fort. näxter planmäßiger halt … SENEFELDER PLATZ”

der erste Gedanke war: In die Weinerei! Einen schönen roten hinter die Binde und alles wäre wieder gut. und GOTT lass ich einfach links liegen, bin sowieso Atheist…

…das Problem war, dass Johannes wie der junge Mann hieß,  nun da stand without clothes, was ja ok war, im ach so liberalen Prenzlauer Berg, aber keinen fucking Schimmer hatte, ob er nun erlöst war und wieder Kühe auf Mecklenburger Weiden sodomieren könnte, oder ob dieser Albtraum weiter ginge. Und irgendwie hatte er das Gefühl, die Gitarre auf seinem Rücken an das Grab von Johnny Cash bringen zu müssen, um Erlösung zu erlangen.

..zu bringen.

es heißt natürlich FÜR oder NACH erlangen zu bringen.

also Erlösung für erlangen. äh das war sein Ziel. Diese Stadt, die sich so sehr in Ungnade begeben hatte, als sie 1679 alle Sodomisten der Gegend an einen Baum stellte und sie von oben mit zufällig herumstehenden Kühen bewarf bzw. erschlug.

diese Stadt sollte nun erlöst werden. Also fuhr er nackig mit seiner u2 zum Friedhof Hendersonville Memory Gardens nahe Cashs Wohnhaus in Hendersonville, Tennessee… grub ihn aus… schmiss seine Gitarre ins leere Grab… fuhr mit Sarg und u2 nach Erlangen… mitten auf den Marktplatz, wo gerade der wöchentlich Markt war.

Tür auf.

Sarg raus…

“DA, habta den Salat. ihr miesen Hunde. NUN SEID IHR ER und LÖST.”

zack.

Tür zu, zurück nach Berlin.

Dort fährt Johannes, weil er aufs falsche Gleis gekommen war, heute noch mit der u2 auf der Tramstrecke m6. ein Unikum in Berlin, was aber leider noch niemand bemerkt hat, weil die m6 raus nach Marzahn fährt. und da sitzen immer nur Musiker drin, die zum proben ins orwo-haus wollen, oder die, die weiterfahren… und denen kann man eh nicht mehr helfen. nicht mal die npd.

manchmal kommt noch Gott vorbei und holt bei Peter seine motz ab. dann schwelgen sie in Erinnerungen. aber das bringt ja ooch nix.

fin.

Warum Berlin BLN.FM braucht.

Lois Lane schrieb im letzten, eher mäßigen, Film “Superman Returns” einen Artikel mit dem Titel “Warum die Welt Superman nicht braucht”. Nachdem der glutäugige Superheld die Erde gerettet hatte, wurde von der Mutter aller Journalistinnen schnell das “nicht” revidiert und neu geschrieben. In der deutschen Presse nennt man sowas eine Gegendarstellung.
Warum die Welt BLN.FM nicht braucht, mag dahin gestellt sein, denn soviel guter Journalismus von Idealisten, also mit anderen Worten für lau, ist selten geworden.  Das Berlin definitiv dieses Radio braucht, ist allerdings so klar wie die vielzitierte Kloßbrühe.

Als erstes kannst du bei BLN.FM einfach mal Musik hören, die vorher gründlichst selektiert wurde.  Und das von einer Menge Leuten, die schon ne sehr genaue Ahnung davon haben, was sie da tun. Das heißt auch, du lernst neue Musik kennen.

Zweitens gibt es viele wunderbar geschriebene Rezessionen zu neuen Alben. Die gibt es anderswo auch, nur stellt sich hier nie die Frage, ob da nicht der Advertisegedanke die Zeilen vorgab.

Drittens… der naja Gossip. BLN.FM ist gut vernetzt und dementsprechend ausgesprochen fix, wenn es um clubrelevante Themen in Berlin geht. Was aber noch weitaus wichtiger ist: Es wird nachgefragt, um das Ganze nicht nur als Gerücht ins Netz zu spammen. Man kann es auch Nachhaltigkeit im schnellen Netznews Ländle nennen.

Viertens wird auch über den sprichwörtlichen Tellerand geblickt und das nicht nur geografisch in punkto Festivalbesuche bei europäischen Nachbarn, sondern auch bei der Themenwahl, die abseits von Musik gesellschaftspolitische Aspekte aufgreift und  beleuchtet.

Last but not least, der Terminkalender. Das ist nicht einfach nur copy & paste, sondern nervige Detailarbeit. Alleine die Recherche für ein xbeliebigen Event wie diesen hier ist manchmal die Pest, selbst wenn man genau für diese Veranstaltung einen Artikel schreiben möchte. Was WordPress dann noch zusätzlich veranstaltet, bis das Ding dann auch online so steht, dass es den eigenen Ansprüchen genügt, könnte von wahnwitzigen Autoren zum Thema einer griechischen Tragödie verfasst werden.

Das viele Leute, vor allem Artists, erkennen, was alles dahinter steckt zeigt diese Compilation, die euch ans Herz gelegt sei.

 

McDonalds Werbung und Salat, der frisch glänzt vom eben beträufelten Regenwasser, das nur aus biologischen Bergbächen verdunstet.

Heute Morgen habe ich das erstemal Google Analytics aufgerufen und nicht, wie üblich, Facebook. Das heißt übrigens so ziemlich gar nichts, ich wollte es nur erwähnt haben. Wass mir allerdings auffiel, war die Werbekampagne von McDonalds in Skype und auf Facebook.

Schon im Fernsehen hatten die neuen Werbespots eine massive Wirkung , wenn auch nicht unbedingt in die gewollte Richtung. Die netten Bauersleute, die so aussehen, wie die Wunschpartner der” Bauer sucht Frau” Protagonisten schwärmen von ihren geliebten Kühen in einer so grotesken Weise, dass man schon den Tierschutz anrufen möchte.

Die größte Fastfood-Kette der Welt will wohl verlorenes Terrain zurückgewinnen: Mit neuen Gerichten, verändertem Design und Salat, der frisch glänzt vom eben beträufelten Regenwasser, das nur aus biologischen Bergbächen verdunstet. Es wirkt einfach nur wie eine sehr gut gemachte Karikatur mit so subtilem Humor, dass nur Akademiker davon angesprochen werden und so als neue Zielgruppe erschlossen.

Wer durch die neue Werbung noch nicht das Gruseln bekommen hat… Michael Wendler verkauft neue Single bei McDonalds. Das dürfte dann ausreichend sein, dass sich nicht nur die Härrchen an den Armen aufrichten, sondern gleich ganz ausfallen.

Fußball vs. Freundin

These 1

Bett
Kuscheln
DVD

Am nächsten Tag aufwachen und auf Spiegel online lesen, dass Werder Bremen gewonnen hat. Scheiße!

These 2

Freund anrufen
Ab ins FC Magnet
Noch mehr Freunde treffen
Hinsetzen
Becks aufmachen
90 Minuten rum brüllen
Werders Sieg feiern
Noch ein paar Bier
Ab nach Hause

Am nächsten Tag glücklich neben Freundin aufwachen und auf Spiegel online entspannt die Kommentare zum Spiel lesen.

These 3

Freundin zum fußball schleppen
feststellen, dass sie weiß, was abseits ist
sie dafür noch toller finden
sofort nachhause wollen, während sie mit seinen kumpels 90 min rumbrüllt
nachhause gehen
bett
kuscheln
etc.
glücklich aufwachen.

These 4

Bett
Fussi
Futtern
Kuscheln etc während der 2. Halbzeit
und das Ergebnis nebenbei mitbekommen
glücklich einschlafen
kuscheln etc
glücklich einschlafen
glücklich aufwachen
lecker Frühstücken
und den Freunden erzählen, “klar hab ich das Spiel gesehen”

These 5

Bett
Blowjob
Bier
Blowjob
Brüllen
Blowjob
bald danach die Glotze ausschalten…